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Kinderbibelprojekt

Karte 73 · Jesus unterwegs · Neues Testament

Wasser wird Wein

Johannes 2,1–11 ca. 4 Min. Vorlesezeit

Darum geht’s: Gott tut große Wunder

Geschichte

In dem kleinen Dorf Kana wurde Hochzeit gefeiert. Im Hof waren lange Tische aufgestellt, und darauf standen Körbe mit warmem Brot, Schüsseln mit gebratenem Fisch und Teller voller Datteln und süßer Feigen. Über den Tischen hingen Girlanden aus Blumen. Die Musikanten spielten auf Flöten und Trommeln, und die Braut tanzte mit einem Kranz im Haar.

Auch Jesus war eingeladen. Er saß mit seinen Freunden an einem der Tische, und seine Mutter Maria war auch da. Alle lachten und sangen. So ein fröhliches Fest hatte es in Kana lange nicht gegeben.

Aber hinten bei der Küche stand ein Diener und wurde ganz bleich. Er hatte gerade in die Weinkrüge geschaut. In den ersten. In den zweiten. In alle.

„Der Wein ist aus“, flüsterte er dem Koch zu. „Kein Tropfen mehr da!“

Der Koch ließ beinahe den Löffel fallen. Ein Hochzeitsfest, bei dem es nichts mehr zu trinken gibt! Das war sehr peinlich. Die Gäste würden aufstehen und nach Hause gehen, und noch lange würde das ganze Dorf darüber reden.

Die Braut hörte das Flüstern. Sie blieb mitten im Tanz stehen, und ihre Augen füllten sich mit Tränen.

Maria hatte alles bemerkt. Sie ging leise zu Jesus hinüber. „Sie haben keinen Wein mehr“, sagte sie.

Dann ging sie zu den Dienern. „Was Jesus euch sagt, das tut“, sagte sie. „Auch wenn es euch seltsam vorkommt.“

An der Hauswand standen sechs Krüge aus grauem Stein. Sie waren so groß, dass sie einem Mann bis an den Bauch reichten, und sie waren leer.

Jesus zeigte darauf. „Füllt die Krüge mit Wasser“, sagte er. „Bis ganz oben an den Rand.“

Die Diener sahen einander an. Wasser? Es fehlte doch Wein! Aber sie dachten an das, was Maria gesagt hatte. Also liefen sie zum Brunnen, Eimer um Eimer. Sie schleppten und gossen, bis das Wasser in allen sechs Krügen bis zum Rand stand und überschwappte.

„Jetzt schöpft etwas heraus“, sagte Jesus, „und bringt es dem Mann, der für das Fest sorgt.“

Ein Diener tauchte den Becher ein. Seine Hand zitterte ein wenig. Was sollte der Festmeister bloß sagen, wenn er einen Becher Brunnenwasser bekam? Der Diener trug ihn hinüber und wagte kaum hinzusehen.

Der Festmeister nahm einen Schluck. Er hielt inne. Er schnalzte mit der Zunge. Dann nahm er noch einen Schluck, und sein ganzes Gesicht fing an zu strahlen.

„Mmmh! Das ist ja der beste Wein, den ich je getrunken habe!“ Er rief den Bräutigam herbei. „Alle anderen schenken zuerst den guten Wein aus. Aber du hast den besten bis jetzt aufgehoben!“

Der Diener starrte in den Becher. Darin funkelte es dunkelrot. Er schaute zu den anderen Dienern hinüber, und die schauten mit großen Augen zurück. Sie hatten es doch selbst getragen! Es war Wasser gewesen, klares Wasser aus dem Brunnen. Und jetzt war es Wein.

Die Braut wischte sich die Tränen ab und lachte wieder. Der Bräutigam jubelte. Die Musikanten griffen nach ihren Flöten, und das Fest ging weiter, noch fröhlicher als vorher.

Die Freunde von Jesus aber waren still geworden. Sie hatten alles gesehen. So etwas konnte kein Mensch. So etwas konnte nur Gott. Und sie merkten: In Jesus ist Gott ganz nah bei uns.

Gott tut große Wunder. Und manchmal tut er sie mitten auf einem Fest, weil er sich mit uns freut.

Bibelvers

„Du hast den guten Wein bis jetzt aufgehoben!“

nach Johannes 2,10

Zum Weiterreden

Für Eltern: Fragt nach und hört zu. Es gibt keine falschen Antworten.

  1. Frage 1: Was glaubst du: Wie haben die Diener geguckt, als aus dem Wasser Wein geworden ist?
  2. Frage 2: Warum hat Jesus wohl gerade auf einer Hochzeit sein erstes Wunder getan?
  3. Frage 3: Welches Fest feierst du am liebsten?

Gebet

Lieber Gott,
Jesus hat aus Wasser Wein gemacht,
damit das Fest weitergehen konnte.
Du tust große Wunder, und du freust dich mit uns.
Amen.

Ausmalbild

Ausmalbild zu „Wasser wird Wein“ (Vorschau)

Zum Ausdrucken auf A4 (hochkant) – und dann ran an die Stifte!

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