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Kinderbibelprojekt

Karte 68 · Weihnachten und Kindheit Jesu · Neues Testament

Die Weisen folgen dem Stern

Matthäus 2,1–12 ca. 4 Min. Vorlesezeit

Darum geht’s: Jeder gehört dazu, keiner wird ausgeschlossen

Geschichte

Szene 1: Auf einem flachen Dach bei Nacht zeigen drei Weise in bunten, goldbestickten Gewändern auf einen neuen hellen Stern; neben ihnen dicke Bücher und Himmelskarten.

Weit, weit weg, in einem Land im Osten, wo die Sonne morgens aufgeht, lebten ein paar kluge Männer. Sie hatten Bücher, so dick wie Brotlaibe, und Karten vom Himmel, auf denen jeder Stern eingezeichnet war. Nachts saßen sie auf dem flachen Dach ihres Hauses und schauten durch lange Rohre in die Sterne.

Sie sahen anders aus als die Leute in Israel. Sie hatten andere Kleider, bunt und mit Gold bestickt. Sie sprachen eine andere Sprache. Sie kannten Gott nicht so, wie das Volk Israel ihn kannte.

Eines Nachts rief einer von ihnen: „Schaut! Da!“

Am Himmel stand ein neuer Stern. Einer, den es vorher nie gegeben hatte. Er war heller als alle anderen und funkelte und glitzerte.

Die Weisen blätterten in ihren dicken Büchern. „Dieser Stern“, sagten sie, „bedeutet, dass ein neuer König geboren ist. Ein ganz besonderer König. Wir müssen hin!“

Szene 2: Die drei Weisen reiten auf Kamelen durch die Wüste, die Kamele tragen Kisten mit Geschenken; vor ihnen am Himmel leuchtet der Stern.

Sie packten ihre Kamele. Sie packten Geschenke ein: eine Kiste mit glänzendem Gold, ein Kästchen mit Weihrauch, der wunderbar duftete, wenn man ihn anzündete, und ein Fläschchen mit Myrrhe, einem kostbaren Öl.

Und dann ritten sie los.

Die Reise war lang. Monatelang. Sie ritten durch Wüsten, in denen der Sand so heiß war, dass die Kamele die Füße hochzogen. Sie ritten über Berge, auf denen es nachts eiskalt wurde. Und jede Nacht schauten sie nach oben. Und der Stern war immer da und zeigte ihnen den Weg.

Szene 3: Die drei Weisen stehen im Palast vor König Herodes, der mit zusammengekniffenen Augen misstrauisch auf seinem Thron sitzt.

Endlich kamen sie nach Jerusalem, in die große Hauptstadt. Sie dachten: Ein König wird doch in einem Palast geboren! Also gingen sie zum Palast von König Herodes.

„Wo ist der neugeborene König?“, fragten sie.

Herodes schaute sie komisch an. Er wusste nichts von einem neuen König. Und er wollte auch keinen. Er war nämlich selbst König und sehr neidisch. Aber er tat freundlich. „Geht nach Betlehem“, sagte er. „Und wenn ihr das Kind gefunden habt, sagt mir Bescheid.“

Szene 4: Der helle Stern steht über einem kleinen Haus in Betlehem; die Weisen auf ihren Kamelen jubeln und zeigen darauf.

Die Weisen ritten weiter. Und als sie aus der Stadt hinauskamen, sahen sie den Stern wieder. Er ging vor ihnen her, bis er über einem kleinen Haus in Betlehem stehen blieb. Genau darüber.

Da freuten sich die Weisen so sehr, dass sie fast von ihren Kamelen fielen.

Szene 5: Die drei Weisen knien auf dem Lehmboden des kleinen Hauses; das Kind auf Marias Schoß greift nach dem glänzenden Gold.

Sie klopften an die Tür. Maria machte auf. Und da, auf ihrem Schoß, saß ein kleines Kind.

Die Weisen, die klugen, reichen Männer aus dem fernen Land, in ihren goldbestickten Kleidern, knieten sich auf den einfachen Lehmboden. Und sie legten ihre Geschenke vor das Kind. Das Gold. Den Weihrauch. Die Myrrhe.

Das Kind schaute sie mit großen Augen an. Und dann streckte es die Hand aus und griff nach dem glitzernden Gold.

Die Weisen lachten. Und Maria lachte auch.

Sie waren Fremde. Sie kamen von weit her. Sie sahen anders aus und sprachen anders. Aber sie waren willkommen. Jesus war nicht nur für ein Volk gekommen. Er war für alle gekommen. Auch für die aus dem fernsten Land.

Szene 6: Die drei Weisen reiten unter dem Sternenhimmel auf einem Weg durch die Hügel wieder nach Hause.

In der Nacht träumten die Weisen, dass sie nicht zu Herodes zurückgehen sollten. Und so ritten sie auf einem anderen Weg nach Hause.

Bei Jesus gehört jeder dazu. Keiner wird ausgeschlossen.

Bibelvers

„Als sie den Stern sahen, freuten sie sich sehr.“

nach Matthäus 2,10

Zum Weiterreden

Für Eltern: Fragt nach und hört zu. Es gibt keine falschen Antworten.

  1. Frage 1: Was glaubst du: Wie war es für die Weisen, so lange einem Stern hinterherzureisen?
  2. Frage 2: Was hättest du dem Kind geschenkt?
  3. Frage 3: Kennst du jemanden, der von weit her kommt? Wie können wir ihn willkommen heißen?

Gebet

Lieber Gott,
die Weisen kamen von weit her,
und sie waren bei Jesus willkommen.
Danke, dass bei dir jeder dazugehört.
Amen.

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