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Kinderbibelprojekt

Karte 13 · Abraham und Sara · Altes Testament

Drei Gäste und Saras Lachen

1. Mose 18,1–15; 21,1–7 ca. 4 Min. Vorlesezeit

Darum geht’s: Warten und Geduld gehören dazu

Geschichte

Es war Mittag und so heiß, dass sogar die Fliegen müde waren. Abraham saß im Schatten vor seinem Zelt und fächelte sich Luft zu.

Als er den Kopf hob, standen da drei Männer. Sie waren staubig von einem langen Weg, und Abraham hatte sie noch nie gesehen. Aber er sprang sofort auf.

„Kommt her!“, rief er. „Setzt euch unter den Baum, da ist es kühl. Ich hole euch Wasser. Und etwas zu essen!“

Dann rannte Abraham ins Zelt, so schnell ein alter Mann nur rennen kann.

„Sara, wir haben Gäste! Back schnell Brot, vom besten Mehl!“

Sara knetete den Teig, und bald duftete es im ganzen Zelt. Abraham trug alles hinaus: warmes Brot und Butter, Milch und Käse. Die Gäste aßen, und es schmeckte ihnen.

„Wo ist denn Sara, deine Frau?“, fragte einer von ihnen.

„Drinnen im Zelt“, sagte Abraham.

Da sagte der Gast: „Wenn ein Jahr vorbei ist, wird Sara ein Kind haben. Einen Sohn.“

Sara stand hinter dem Vorhang vom Zelt. Sie hatte die ganze Zeit zugehört, und jetzt hatte sie jedes Wort verstanden.

Ein Kind! Wie lange hatte Sara sich ein Kind gewünscht. Jahr um Jahr hatte sie gewartet, so lange, bis ihre Haare weiß geworden waren und ihre Hände voller Falten. Irgendwann hatte sie aufgehört zu warten. Es tat zu weh.

Und jetzt sollte sie ein Baby bekommen? Sie, die alte Sara? Und der alte Abraham, dem beim Aufstehen die Knie knackten?

Da musste Sara lachen. Sie konnte gar nichts dagegen tun. „Hihi“, machte es in ihr, und sie hielt sich schnell die Hand vor den Mund.

„Warum lacht Sara?“, fragte der Gast draußen. „Ist für Gott denn irgendetwas zu schwer?“

Sara erschrak. „Ich habe nicht gelacht!“, rief sie hinter dem Vorhang.

„Doch“, sagte der Gast freundlich. „Du hast gelacht. Aber warte nur ab.“

Dann gingen die drei Gäste weiter.

Und Sara wartete. Ein Monat verging. Nichts geschah. Zwei Monate, drei, vier. Sara saß am Abend vor dem Zelt und sah in die Sterne.

„Vielleicht war es doch nur so dahingesagt“, dachte sie. „Vielleicht ist es für mich einfach zu spät.“

Das Warten war schwer. Es war fast noch schwerer als vorher, weil Sara jetzt wieder hoffte.

Aber Gott hatte sich nicht verzählt. Und Gott hatte Sara nicht vergessen.

Eines Morgens spürte Sara etwas in ihrem Bauch. Etwas Kleines, das sich bewegte, leicht wie ein Fisch im Wasser. Sara legte beide Hände darauf und hielt ganz still.

„Abraham“, flüsterte sie. „Komm mal her.“

Und als das Jahr vorbei war, lag ein kleiner Junge im Zelt. Er hatte winzige Finger und eine kräftige Stimme, und er schrie so laut, dass die Ziegen draußen die Ohren spitzten.

Sara nahm ihn in den Arm. Und da lachte sie wieder. Aber es war ein anderes Lachen als damals hinter dem Vorhang. Jetzt lachte sie laut und hell, und die Tränen liefen ihr dabei über die Wangen, so glücklich war sie.

„Er soll Isaak heißen“, sagte Sara. „Das bedeutet: Er lacht. Denn Gott hat mich zum Lachen gebracht. Und jeder, der davon hört, wird mit mir lachen.“

Abraham lachte schon. Und der kleine Isaak hörte auf zu schreien und schaute seine Mutter mit großen Augen an.

So lange hatte Sara warten müssen. Warten ist schwer, und manchmal dauert es viel länger, als man möchte. Aber Gott kommt nicht zu spät. Was er verspricht, das hält er.

Bibelvers

„Gott hat mich zum Lachen gebracht. Wer davon hört, wird mit mir lachen.“

nach 1. Mose 21,6

Zum Weiterreden

Für Eltern: Fragt nach und hört zu. Es gibt keine falschen Antworten.

  1. Frage 1: Was glaubst du: Warum hat Sara am Anfang gelacht – und warum am Ende?
  2. Frage 2: Wie fühlt es sich an, wenn man ganz lange auf etwas warten muss?
  3. Frage 3: Worüber hast du heute schon gelacht?

Gebet

Lieber Gott,
Sara hat lange gewartet,
und dann hast du sie zum Lachen gebracht.
Hilf mir, geduldig zu sein, wenn ich warten muss.
Amen.

Ausmalbild

Ausmalbild zu „Drei Gäste und Saras Lachen“ (Vorschau)

Zum Ausdrucken auf A4 (hochkant) – und dann ran an die Stifte!

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