Karte 7 · Noah · Altes Testament
Noah baut ein großes Schiff
1. Mose 6,9–22 ca. 4 Min. Vorlesezeit
Darum geht’s: Auf Gott vertrauen ist besser als sich selbst zu retten
Geschichte
Noah wohnte in einem kleinen Haus mit seiner Frau und seinen drei großen Söhnen, Sem, Ham und Jafet. Und Noah redete mit Gott, jeden Tag, so wie man mit einem guten Freund redet.
Eines Tages sagte Gott etwas sehr Merkwürdiges zu ihm.
„Noah“, sagte Gott, „bau ein Schiff. Ein großes. Ein riesengroßes. Denn es wird ein Regen kommen, wie es noch nie einen gegeben hat. Aber du und deine Familie, ihr sollt gerettet werden.“
Noah schaute sich um. Kein Meer weit und breit. Kein Fluss. Nicht mal ein Teich. Nur Sand und Gras und ein paar Olivenbäume.
„Ein Schiff?“, fragte Noah. „Hier?“
„Hier“, sagte Gott. Und dann erklärte er ihm genau, wie das Schiff werden sollte. So lang wie eine ganze Straße. So hoch wie drei Häuser übereinander. Mit einem Dach, mit einem Fenster und mit einer großen Tür an der Seite.
Noah kratzte sich am Kopf. Dann holte er seine Säge.
Er sägte und hämmerte, und seine Söhne sägten und hämmerten mit. Tag für Tag. Woche für Woche. Die Balken wurden immer mehr, und langsam sah man, dass da etwas Großes entstand. Etwas sehr, sehr Großes.
Da kamen die Nachbarn.
„Noah, was machst du denn da?“, fragte einer.
„Ein Schiff“, sagte Noah.
Da lachten die Nachbarn. Sie lachten so, dass sie sich die Bäuche halten mussten. „Ein Schiff! Mitten auf dem trockenen Land! Noah, du bist verrückt!“
„Gott hat gesagt, es kommt ein großer Regen“, sagte Noah.
„Ach was“, riefen die Nachbarn. „Und wenn schon! Dann klettern wir eben auf unsere Dächer. Oder auf den Hügel da hinten. Wir kommen schon allein zurecht. Dafür brauchen wir kein Schiff und keinen Gott.“
Und sie gingen kopfschüttelnd weg.
Noah stand da mit seinem Hammer in der Hand. Einen Moment lang war er sehr traurig. Und einen Moment lang dachte er: Vielleicht haben sie recht? Vielleicht bin ich wirklich verrückt?
Da kam sein jüngster Sohn Jafet zu ihm. „Papa“, sagte er, „weißt du denn, wie das alles wird?“
Noah setzte sich auf einen Balken. Er dachte lange nach.
„Nein“, sagte er dann. „Ich weiß nicht, wie das alles wird. Aber ich weiß, dass Gott es weiß. Und ich vertraue ihm mehr als dem Hügel da hinten.“
Dann stand er auf und hämmerte weiter.
Er hämmerte, bis das Schiff fertig war. Er strich es innen und außen mit dunklem, klebrigem Pech an, damit kein Wasser hineinkam. Er schleppte Säcke mit Körnern hinein und Heu und Wasserkrüge und Äpfel. Genug für alle, für lange Zeit.
Und als alles fertig war und Noah zum ersten Mal an der großen Tür stand, spürte er etwas auf seiner Nase.
Einen Tropfen.
Noah schaute zum Himmel. Die Wolken wurden dunkel. Aber Noah hatte keine Angst. Er hatte getan, was Gott gesagt hatte. Und er wusste: Bei Gott ist er sicher.
Auf Gott vertrauen ist besser, als alles allein machen zu wollen. Das wusste Noah. Und er ging hinein.
Bibelvers
„Noah tat alles, was Gott ihm gesagt hatte.“
Zum Weiterreden
Für Eltern: Fragt nach und hört zu. Es gibt keine falschen Antworten.
- Frage 1: Wie hat sich Noah wohl gefühlt, als die Nachbarn über ihn gelacht haben?
- Frage 2: Was glaubst du: Warum hat Noah weitergebaut?
- Frage 3: Gibt es etwas, bei dem du nicht weißt, wie es wird? Was hilft dir dann?
Gebet
Lieber Gott,
Noah wusste nicht, wie alles wird,
aber er hat dir vertraut.
Hilf mir, dir auch zu vertrauen.
Amen.
Ausmalbild
Wie war die Geschichte?
Eure Rückmeldung hilft uns, Kinderbibelprojekt besser zu machen. Sie wird nicht veröffentlicht.
Danke, du hast diese Geschichte schon bewertet. 🌞
Herzlichen Dank!
Deine Bewertung ist angekommen. Schön, dass ihr zusammen gelesen habt.