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Kinderbibelprojekt

Karte 38 · Hanna und Samuel · Altes Testament

Hanna betet um ein Kind

1. Samuel 1,1–20 ca. 4 Min. Vorlesezeit

Darum geht’s: Gott hört zu, wenn wir beten

Geschichte

Hanna wünschte sich ein Kind. Mehr als alles andere auf der Welt.

Sie war mit Elkana verheiratet, und Elkana hatte sie sehr lieb. Aber Elkana hatte noch eine zweite Frau, Peninna. Und Peninna hatte viele Kinder. Die rannten ums Haus und lachten und zupften an Peninnas Rock.

Hanna hatte keins.

Und Peninna war gemein. Wenn Hanna traurig war, sagte Peninna laut: „Na, Hanna? Immer noch kein Baby?“ Und dann lachte sie.

Jedes Jahr fuhr die ganze Familie nach Silo. Dort stand das Haus Gottes, und dort feierten sie ein großes Fest. Es gab Fleisch und Brot und Wein, und alle saßen zusammen und aßen.

Aber in diesem Jahr konnte Hanna nicht essen. Sie saß am Tisch, und die Tränen liefen ihr übers Gesicht, und sie brachte keinen Bissen herunter.

„Hanna“, sagte Elkana, „warum weinst du? Warum isst du nichts? Bin ich dir nicht mehr wert als zehn Söhne?“

Hanna antwortete nicht. Sie stand auf und ging hinaus. Hinüber zum Haus Gottes.

Am Eingang saß ein alter Priester auf einem Stuhl. Ein Priester, das ist einer, der im Haus Gottes arbeitet. Er hieß Eli. Er war dick und ein bisschen müde und schaute den Leuten zu, die vorbeigingen.

Hanna ging an ihm vorbei. Sie stellte sich hin und betete. Aber nicht laut. Ganz leise. Nur ihre Lippen bewegten sich.

„Gott“, betete sie in ihrem Herzen, „bitte sieh doch, wie traurig ich bin. Bitte vergiss mich nicht. Bitte schenk mir einen Sohn. Und wenn du mir einen schenkst, dann soll er ganz dir gehören. Sein ganzes Leben lang.“

Sie weinte und betete und weinte. Und ihre Lippen bewegten sich die ganze Zeit, aber es kam kein Ton heraus.

Eli schaute zu ihr hinüber und runzelte die Stirn. Was macht die Frau da? dachte er. Sie wackelt die ganze Zeit mit dem Mund und sagt nichts. Die hat bestimmt beim Fest zu viel Wein getrunken!

Er stand auf und ging zu ihr. „Wie lange willst du noch betrunken hier herumstehen?“, sagte er streng. „Geh nach Hause und schlaf deinen Rausch aus!“

Hanna erschrak. „Nein, mein Herr!“, sagte sie. „Ich habe keinen Wein getrunken. Ich bin nur sehr, sehr traurig. Ich habe Gott mein ganzes Herz ausgeschüttet.“

Da wurde Elis Gesicht ganz anders. Ganz weich.

„Oh“, sagte er. „Dann geh in Frieden. Der Gott Israels soll dir geben, worum du ihn gebeten hast.“

Hanna schaute ihn an. Und irgendetwas in ihr wurde still und ruhig. Sie wischte sich die Tränen ab. Sie ging zurück zum Tisch. Und sie aß! Zum ersten Mal an diesem Tag. Und ihr Gesicht war nicht mehr traurig.

Sie wusste noch nicht, wie es weitergehen würde. Aber sie wusste: Gott hat mich gehört.

Und Gott hatte sie gehört. Ein Jahr später hielt Hanna ein Baby im Arm. Einen kleinen Jungen. Und sie nannte ihn Samuel. Das heißt: „Gott hat gehört.“

Gott hört zu, wenn wir beten. Auch wenn wir es ganz leise tun. Auch wenn wir es nur in unserem Herzen sagen.

Bibelvers

„Um diesen Jungen habe ich gebetet. Und Gott hat mir gegeben, worum ich ihn gebeten habe.“

nach 1. Samuel 1,27

Zum Weiterreden

Für Eltern: Fragt nach und hört zu. Es gibt keine falschen Antworten.

  1. Frage 1: Was glaubst du: Warum hat Hanna so leise gebetet?
  2. Frage 2: Warum konnte Hanna auf einmal wieder essen, obwohl sie noch kein Baby hatte?
  3. Frage 3: Kann man auch ganz ohne Worte beten? Wie würdest du das machen?

Gebet

Lieber Gott,
Hanna hat ganz leise gebetet,
und du hast sie gehört.
Du hörst auch, was ich dir im Herzen sage.
Amen.

Ausmalbild

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Zum Ausdrucken auf A4 (hochkant) – und dann ran an die Stifte!

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