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Kinderbibelprojekt

Karte 84 · Jesus unterwegs · Neues Testament

Einer sagt Danke

Lukas 17,11–19 ca. 4 Min. Vorlesezeit

Darum geht’s: Danke sagen macht froh

Geschichte

Am Rand eines Dorfes, weit draußen, wo niemand gerne hinging, wohnten zehn Männer. Sie wohnten nicht in Häusern, sondern in Zelten aus alten Decken. Denn sie durften nicht im Dorf wohnen.

Die zehn Männer waren krank. Sie hatten eine schlimme Hautkrankheit, die man Aussatz nannte. Ihre Haut war voller Flecken. Und alle hatten Angst, sich anzustecken. Darum mussten die zehn Männer draußen bleiben, weit weg von ihren Familien. Wenn jemand kam, mussten sie laut rufen: „Unrein! Unrein! Komm nicht näher!“ Unrein hieß damals: Ich bin krank, bleib lieber weg.

Sie waren sehr einsam.

Einer von den zehn war ein Samariter. Die anderen neun kamen aus Israel. Normalerweise hätten sie gar nicht miteinander geredet. Aber die Krankheit hatte sie zusammengebracht.

Eines Tages kam Jesus auf der Straße vorbei.

Die zehn Männer sahen ihn von weitem. Sie liefen ihm entgegen, aber nicht zu nah. Sie blieben in einiger Entfernung stehen, so wie sie es mussten. Und dann riefen sie, alle zehn, so laut sie konnten:

„Jesus! Meister! Hab Erbarmen mit uns!“ Das heißt: Bitte hilf uns!

Jesus blieb stehen. Er schaute sie an. Und dann sagte er: „Geht zu den Priestern und zeigt euch ihnen.“

Das war merkwürdig. Denn zu den Priestern ging man nur, wenn man schon gesund war. Dann schauten die Priester nach, ob die Haut wieder in Ordnung war, und dann durfte man zurück nach Hause.

Aber die zehn Männer liefen los. Und während sie liefen, passierte es.

Einer schaute auf seine Hände. Die Flecken waren weg! Der nächste schaute auf seine Arme. Weg! Die Haut war glatt und gesund!

„Ich bin gesund!“, schrie einer. „Ich bin gesund!“

„Ich auch! Ich auch!“

Sie waren alle gesund. Alle zehn! Sie lachten und sprangen und umarmten sich. Und dann rannten neun von ihnen los, so schnell sie konnten. Zu den Priestern. Und dann nach Hause. Zu ihren Frauen und Kindern, die sie so lange nicht gesehen hatten.

Aber einer blieb stehen. Der Samariter.

Er schaute auf seine gesunden Hände. Er dachte an den Mann auf der Straße, der das getan hatte.

Und dann drehte er sich um.

Er rannte zurück. Den ganzen Weg. Und dabei schrie er laut: „Gott ist so gut! Gott sei Dank! Gott sei Dank!“ Die Leute auf der Straße schauten ihm nach.

Er rannte bis zu Jesus. Und dann warf er sich vor ihm auf den Boden. Er weinte vor Freude.

„Danke“, sagte er. „Danke, danke, danke.“

Jesus schaute auf den Mann zu seinen Füßen. Dann schaute er die Straße entlang.

„Waren es nicht zehn?“, fragte Jesus. „Wo sind denn die anderen neun? Ist nur dieser eine zurückgekommen, um Gott Danke zu sagen? Und er ist sogar ein Fremder?“

Dann beugte er sich zu dem Samariter hinunter und half ihm auf.

„Steh auf“, sagte er freundlich. „Geh nach Hause. Dein Vertrauen hat dir geholfen.“

Alle zehn waren gesund geworden. Aber nur einer hatte doppelt Freude. Die Freude über seine gesunde Haut. Und die Freude, die man spürt, wenn man Danke sagt.

Danke sagen macht froh.

Bibelvers

„Er kehrte um und lobte Gott mit lauter Stimme. Und er dankte Jesus.“

nach Lukas 17,15–16

Zum Weiterreden

Für Eltern: Fragt nach und hört zu. Es gibt keine falschen Antworten.

  1. Frage 1: Was glaubst du: Warum sind die anderen neun einfach nach Hause gerannt?
  2. Frage 2: Wie hat sich der Samariter gefühlt, als er Jesus Danke gesagt hat?
  3. Frage 3: Wofür möchtest du heute Danke sagen?

Gebet

Lieber Gott,
danke für alles, was du mir schenkst.
Für meine Familie, mein Essen, mein Bett
und für ___ (hier darf das Kind etwas einsetzen).
Amen.

Ausmalbild

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Zum Ausdrucken auf A4 (hochkant) – und dann ran an die Stifte!

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